Lexikon

V

Veranstalter

In der Vorreservationszeit wurden bei den Völkern der Großen Ebenen und Grasländern Nordamerikas kulturelle Veranstaltungen von Gesellschaften organisiert. Seit Beginn der Reservationszeit wurden Powwows als zentrale kulturelle Veranstaltungen immer wichtiger. Die Kulturarbeit wird seitdem von den Nachfolgern der Gesellschaften übernommen. Heute sind u.a. Stämme, Gemeinden, Institutionen, Vereine, Interessengemeinschaften und Familien Veranstalter von Powwows.

Um die Aufgaben für die Organisation eines Powwows aufzuteilen, gibt es für den Veranstalter je nach Aufwand verschiedene Möglichkeiten. Er kann ein Powwowkomitee wählen, welches alle Organisationsaufgaben übernimmt, oder er richtet für verschiedene Aufgabenbereiche verschiedene Komitees ein. Deren Mitglieder sind Repräsentanten des Veranstalters.

Als Träger eines Powwows stellt der Veranstalter den Komitees die Mittel zur Verfügung, welche zur Ausführung ihrer Aufgaben und zur Durchführung der Veranstaltung notwendig sind. Deshalb werden Veranstalter auch als Sponsoren bezeichnet. Ein Teil des Geldes kommt auch oft von externen Sponsoren.
Bei Regierungsorganisationen kommt es aus dem Kulturhaushalt. Nicht-Regierungsorganisationen können das ganze Jahr mittels verschiedenster Aktionen Geld für das Powwow beschaffen. Das sind z.B. kleine Powwows, Verkauf von Trödel, selbsthergestelltem Kunsthandwerk oder selbstgebackenen Keksen, Kuchen oder Frybread.
Weiterhin hat der Veranstalter Einfluß auf die Wahl des Zeitpunkts und des Veranstaltungsortes für das Powwow.

Powwows sind oft nach dem Träger benannt. Bei Königlichen Persönlichkeiten kann der Name des Veranstalters Teil des Titels sein.

Der Veranstalter und alle, die in seinem Namen auf einem Powwow arbeiten, sind die Gastgeber. Der Veranstalter hat als einziger das Recht, offizielle Einladungen zu seinem Powwow auszusprechen.
© Ingo Schönhold

Vogellieder und -tänze

Die Vogellieder und -tänze der Cahuillaindianer zeichnen die Erfahrungen und Reaktionen der Cahuillamenschen aus der Zeit auf, in der sie nach Süden wanderten. Durch Vogelmetapher und -allegorie dienen die Lieder auch als Lektionen, um den Stammesmitgliedern zu Stufen in ihrem Leben Anweisungen zu geben. Sie werden daran erinnert, dass es einen richtigen Zeitpunkt gibt, um „das Nest zu verlassen“ und eine Familie zu gründen, dass die Eltern ihre reifer werdenden Kinder loslassen müssen.

Die ursprünglichen Cahuilla Vogellieder bestanden aus mehr als 300 Stücken, die einen Zyklus von Geschichten bildeten. Lieder wurden in einer genauen Reihenfolge gesungen, welche die Chronologie der Migration berücksichtigte. In einem traditionellen Umfeld, in dem der komplette Zyklus der Lieder gesungen wurde, begann das Singen in der Abenddämmerung als Symbol für den Beginn der Reise und endete im Morgengrauen – symbolisch für die Rückkehr nach Hause.

Das Protokoll für das Singen dieser Lieder ist weniger streng in seiner Struktur als einige indianische Traditionen, in denen nur speziell dafür vorgesehenen Personen gestattet wird, bestimmte Zeremonien durchzuführen. Heute werden Stammesnachkommen mit Gesangstalent darin geschult, die Lieder zu singen. Im Gegensatz zu vielen indianischen Tänzen, verwendet man bei Vogelliedern keine Trommeln zur Begleitung. Der Rhythmus wird mit Rasseln aus Flaschenkürbissen oder Schildkrötenpanzern gespielt, die mit Palmensamen gefüllt sind.

Quelle:
http://www.morongocasinoresort.com/wp-content/2011powwow/pow_song.php (Abruf 05.10.2011)
Übersetzung: Ingo Schönhold

Vorstellung (Vorführung)

Hier tanzen alle Teilnehmer einer Kategorie, ungeachtet der Altersklasse und ohne bewertet zu werden. Es gibt auch Vorstellungen, bei denen zwei passende Kategorien zusammen tanzen (Men’s und Women’s Traditional, Grass und Jingle, Fancy und Fancy Shawl). Die Lieder hierfür haben genau vier Wiederholungen (Strophen).
© Jackie Fischer


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