Indianer von deutschen Unternehmern ausgenutzt

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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 14:12

Hallo Leute,
es gibt einen neuen Skandal in Deutschland. Leider geht es dabei um Native Americans.
Genauer um die Gruppe Natives aus Oklahoma, die auf den Powwows in Mannheim und Bielefeld aufgetreten sind.
Offensichtlich haben es die Veranstalter nicht nur versaeumt, Werbung fuer die Shows zu machen (siehe den Faden "Indian Shows in Mannheim"). Sie haben die Natives auch nicht bezahlt und sie gezwungen trotzdem weiter aufzutreten, moderne Sklaverei also. Es wurden u.a. die Hotelrechnungen nicht bezahlt und es scheint obendrein die zum Verkauf bestimmte Ware im Wert von $50.000 verschwunden zu sein.

Allem Anschein nach haben zwei Unternehmer sich mehr vorgenommen, als sie leisten konnten und statt fuer die von ihnen abhaengigen Leute zu sorgen und ihre Vertraege zu erfuellen, haben sie sich abgesetzt.
Das ist auf gut deutsch “eine Sauerei”, aber leider in der heutigen Welt ueberall anzutreffen.

Das tragische Ausmass hier ist, dass Angehoerige von Ethnien, die immer wieder von Weissen ausgenutzt wurden, wieder einmal die Betrogenen sind – und das auch noch in einem fremden Land.
Und um so schlimmer, dass das in einem Land geschieht, das doch eigentlich grosses Interesse und Sympathie fuer “Indianer” hat und sich ruehmen durfte, nicht jeden Vertrag gebrochen zu haben…
Diese Menschen waren ohne eigenes Verschulden hier gestrandet, ohne Geld, ohne Moeglichkeit ihre Hotels oder Busse zum Flughafen zu bezahlen.

Die zwei Unternehmer haben nicht nur den von ihnen angeworbenen Natives grossen Schaden zugefuegt, durch ihre Handlungen koennten Natives in ganz Amerika gegenueber Deutschland und ganz Europa aufgebracht werden.
Und das kann ganz empfindlich saemtliche ehrlichen Menschen treffen, die sich aufrichtig fuer nordamerikanische Kulturen interessieren – also Indianistik-Fans, “Hobbyisten”, Powwow-Leute,…

Und diejenigen, die gegen das “Stehlen von Kultur” wettern, bekommen frischen Wind in ihre Segel. Von ihnen werden die betruegerischen Veranstalter mit allen in einen Topf geworfen, die Powwows oder Camps durchfuehren. Denn diese Veranstaltungen “profitieren” ja von einer fremden Kultur…

Ganz Deutschland oder gar Europa wird in Sippenhaft genommen fuer zwei Betrueger…

Ich habe von dem Skandal in England gehoert und bin auf 2 Internet-Links verwiesen worden:
Artikel: http://www.kswo.com/Global/story.asp?S=6912215
Information ueber die Veranstaltung und anschliessende Kommentare, durch die sich das ganze Ausmass der Geschichte erschliesst: http://drveda.wordpress.com/2007/07/13/ ... juli-2007/

Hier in England gibt es Befuerchtungen, dass (militante) Aktivisten nun versuchen koennten, Powwows (in Europa) zu verbieten oder so zu stoeren, dass sie nicht durchgefuehrt werden koennen.

Ich fuehle mich richtig elend. Da gibt man sich solche Muehe, alles richtig zu machen, niemandem auf die Fuesse zu treten, respektvoll zu sein - und dann muss man von so etwas hoeren!

Viele Gruesse,

Stephanie
Stephanie
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 19:12

Hallo Stephanie,
ich habe von dem Betrug gehört und hoffe, dass diese Indianer Entschädigung von der Agentur erhalten.
Aber ich frage mich, ob diese Indianer nicht zu voreilig waren. Kann man denn im Ausland einfach auftreten und Geld verdienen? Muss man nicht eine Arbeitsgenehmigung haben?
Ich kenne einige Indianer und alle sind ausnahmslos gebildet und wissen, dass man im Ausland, wie in den USA auch, nicht einfach ohne Arbeitsgenehmigung/-erlaubnis Geld verdienen kann ohne Steuern zu zahlen.
Sorry, es hört sich sehr bürokratisch an, aber vielleicht hätten sich diese Indianer vorher informieren müssen. Wenn mir einer eine Arbeitsstelle im Ausland anbietet, informiere ich mich gründlich, ob die Papiere in Ordnung sind, ich denke, das würdest Du auch tun.
Bei Agenturen sollte man immer aufpassen, und das gilt nicht nur für deutsche Agenturen, sondern auch für Agenturen in anderen Ländern.
So wie ich weiß, haben die Indianer diesen beiden Männern ihren Schmuck gegeben, der hier verkauft werden sollte. Der Schmuck, der nicht verkauft würde, sollte den Indianern zurückgeschickt werden. Dies ist nicht geschehen. Vertraust Du Leuten, die Du nicht kennst, Deinen Schmuck an?
Ich weiß nicht wie viele Indianer für diese Agentur gearbeitet haben, ich hörte von ca. 70 Personen, aber waren denn alle gutgläubig?
Zu der Spekulation, dass Aktivisten (ich denke Du sprichst von Indianeraktivisten) Powwows in Deutschland oder im Ausland verbieten könnten,,,, ich weiß nicht, ob man Indianern derartiges verbieten kann. Lassen sich die Indianer, wenn sie gewillt sind, Powwows im Ausland zu organisieren, es verbieten? Kann man sie dazu zwingen?
Eine andere Frage ist, ob in Zukunft noch viele Indianer Powwows in Europa oder Deutschland veranstalten möchten?
Vielleicht sollte man die Indianer, die wegen Veranstaltungen nach Europa kommen, vor Agenturen warnen.
Ich habe mal einen Indianer, der hier für einige Monate wohnte, gewarnt, hier eine Arbeit ohne Arbeitserlaubnis anzunehmen. Alles was ich hörte war, dass er Amerikaner sei und hier alles machen könnte, was er wolle. Er brauche keinen Rat von einer deutschen Frau, er wisse ja, was er machen könnte. Als ihn ein deutscher Mann davor warnte, hörte er von diesem Indianer, dass er die Schnauze voll von besserwisserischen Weißen hätte.

Es tut mir leid, dass ich Dein Mittleid mit diesen Indianern nicht ganz so teilen kann, aber ich weiß, dass diese Indianer anstreben, vor Gericht zu gehen. Vielleicht gewinnen sie ja den Prozess. Aber vermutlich (ich weiß es aber nicht) ist diese Agentur nicht liquide und kann gar kein Geld mehr zahlen.
Falls diese Indianer kein Geld sehen, würdest Du für sie sammeln? Wärest Du bereit, sie etwas zu entschädigen?
Was denkst Du sollte geschehen, dass dieser Betrug sich nicht wiederholt?

LG
Manyhorse
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Manyhorse

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 19:16

Ich befürchte--- da hilft nur Aufklärung!... aber was ist eigentlich, wenn die Betroffenen gar nicht aufgeklärt werden wollen?
Gruß von ELke

Die das Thema schon fast nicht mehr lesen mag.... ob dem Quatsch den ich in manchen Foren lese!
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 19:36

Hallo Elke,
ich möchte den Indianern nichts weiter unterstellen, aber vielleicht war der Reiz nach Deutschland zu kommen, zu groß.
Es hörte sich vielleicht so an, Deutschland sehen, dort auftreten und Geld verdienen, für Unterbringung und Kost wird gesorgt,Nach dem Motto werden auch Animateure ins Ausland gelockt. So kommt mir das jedenfalls vor.
Überall gibt es Leute, die sich nicht belehren lassen und dann am Ende Lehrgeld zahlen.
Ich kann es bis jetzt nicht anders sehen, aber ca. 70 Leute, die blauäugig nach Deutschland reisen? Sich einer Agentur anschließen oder anzuvertrauen, von der sie nichts gehört haben?
Aber es gab auch hier Reiseveranstalter, die pleite machten und die Urlauber in der Türkei z. B. sitzen ließen. Diese Urlauber mussten dann noch einmal für ihren Heimflug zahlen. So was gibts auch.
LG
Manyhorse
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Manyhorse

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 21:25

Hi
ich werd mir erst ne Meinung bilden, bis das mehrfach bestätigt wird. Wenn dem wirklich so ist-wäre echt ne Sauerei. wenn nicht besteht der Verdacht auf ne Aktion-wer spendet wieviel-.
Stephanie-POWWOWs stören-dafür hat man ne Ordnungsgruppe-und ich sag hier klip und klar-falls wir ein POWWOW durchziehen, und es würden echte Natives kommen, um zu stören, die wären keine 5 Minuten mehr dabei-sorry aber das Recht hat niemand. Bei einem bisschen Intelligenz wird man auch kein Volk wegen 2 Betrügern verurteilen.
Hoffe natürlich, das sich alles für die Natives entwickelt.
Wolfi
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HighWolf
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 21:41

@ Many
klar gebe ich Dir Recht...
Klar lockt schnelles Geld..... aber auch meine Oma hat mich schon immer vor Kaffeefahrten gewarnt!

Ich find es dennoch reichlich blauäugig von den Truppen.... und Krass, welche Wellen das jetzt schlägt....
Das Problem ist, das Natives sehr oft sehr beratungsresistent sind und ich mich echt frage, ob man bei dererlei guten Angeboten nicht doch ziemlich mißtrauisch werden sollte.....
Zumal sowas nicht das erste mal passiert ist.
Gruß von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 21:45

was ich auch an der ganzen Sache nicht verstehe ist, wie man sein Hab und Gut an jemanden geben kann, einfach so... ich meine, da sollen Waren im Wert von 50.000 US-Dollar gestohlen worden sein.... ich meine, das ist ne Menge.....aber ich würde meine Sachen doch nie jemanden fremdes anvertrauen....
... oder anders herum gesagt, wenn ich Veranstalter wäre, würde ich doch nie Waren von anderen in Obhut nehmen.... weil ich doch dann dafür haftbar wäre, was damit passiert!
Grüßele von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 22:45

Elke hat geschrieben:
@ Many
klar gebe ich Dir Recht...
Klar lockt schnelles Geld..... aber auch meine Oma hat mich schon immer vor Kaffeefahrten gewarnt!

Gruß von Elke

Bei mir wars umgedreht, ich musste sie immer zurückhalten....
:-D
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HighWolf
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mi, 15. Aug 2007, 23:05

Je mehr ich darüber nachdenke, desto unverständlicher wird mir das alles. Hätte denn das Geld zur Bezahlung von 70 (!) Leuten jemals hereinkommen können? Noch nicht mal auf dem Oktoberfest oder wenn sie im Zirkus Knie aufgetreten wären. Nur die Verpflegung und Billigflüge für so eine Riesentruppe, dafür wären ja schon imense Einnahmen erforderlich gewesen. Es hätte in einem sehr großen Stil geworben und organisiert werden müssen etwa wie vor mehr als 2 Jahrzehnten, als eine größere Gruppe rüber gekommen war. Damals führten sie in einer Arena in Stuttgart Tänze auf, drum herum waren Verkaufstände aufgebaut. Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich glaube, es wurden kostenlose Privatunterkünfte für die Leute gesucht. Das Publikum zahlte einen guten Eintrittspreis. Ob das ausreichend war oder zusätzlich Sponsoren im Hintergrund standen? Und ob unter dem Strich was übrig blieb. Ich hörte auch damals eher das Gegenteil.
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 09:24

@ Highwolf....lol
@ Jeli.... ja genau, das ist eine einfache Rechnung... und uns allen müßte klar sein, das man so viel Kohle über Eintrittsgelder gar nicht finanzieren kann.
Es gab noch einen anderen Veranstalter, der diesen Sommer etwas ähnliches vorhatte, aber der hatte gute Sponsoren im Hintergrund. Als die absprangen, cancelte er alles für dieses Jahr...

Grüßele von ELke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 12:12

Hallo!

Mehr zu diesen Thema,( Meinungen, Namen,Adresse )
unter:
www.drveda.wordpress.com
Gruß Thomas!!!
Thomas
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 12:34

naja... nachdem sie nen Teil der Beiträge gelöscht haben... ists wohl nur noch begrenzt informativ!
Gruß von ELke
.... die ob der zensurfreude einiger Leute nur sehr lachen kann!!!!!
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 13:33

Hallo Thomas
sicher findet man etwas in dem link.
Nur stört mich daran, dass in meinem Heimatland Deutschland
nicht mit der in dem Land gebräuchlichen Sprache geschrieben wird.

Viele Grüsse
Eva
Eva
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 13:57

aber Du weißt doch... nur ein englisch -sprechender Indianer ist ein echter Indianer.....
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 14:50

Wirklich interessant, welche Richtung der Faden hier nimmt.
Ich denke nach wie vor, dass Leute, die extra fuer eine Veranstaltungsreihe angeworben werden und Vertraege abschliessen ein Anrecht darauf haben, bezahlt zu werden, wenn sie ihre Leistung erbracht haben. Unabhaengig davon wer sie sind oder wo sie herkommen!
Vielleicht waren sie etwas blauaeugig, der Firma Serena zu vertrauen - es hat aber schon andere Indianergruppen gegeben, die von Veranstaltern nach Deutschland gebracht wurden fuer aehnliche Geschichten (Powwow, Vorfuehrungen, Auftritte). Weshalb sollten sie also nicht glauben, dass alles in Ordnung waere - schliesslich hatte ja auch der Veranstalter die Vertraege unterschrieben!

Dass (Powwow) Leute in Deutschland wissen, dass man mit dem Eintritt fuer ein Powwow kaum die Halle, geschweige denn viele Taenzer bezahlen kann, ist eine Sache. Aber muss man von Taenzern aus Oklahoma erwarten, dass sie das ebenfalls wissen? Manchmal steht ja hinter einem Veranstalter ein finanzstarker Sponsor...

Klar wuerde ich nicht (noch einmal) Ware/Kunsthandwerk jemandem aushaendigen, den ich nicht kenne. Aber ich weiss nicht, was vertraglich ausgemacht war, wann und wie die Dinge verschwunden sind. Man kann schliesslich nicht von den Natives erwarten, dass sie ihre Ware staendig im Bauchladen bei sich haben! Es war die Rede von einem Container. Da haette ich vielleicht auch gedacht, meine Ware ist einbruchssicher verstaut und transportbereit fuer das naechste Event.

Was man machen kann?
Ich waere durchaus bereit etwas zu spenden, wenn ich wuesste, wohin. Wenn man verlaesslich wuesste, dass ein Anwalt eingeschaltet wurde, der den Fall vertritt, koennte konkret fuer diese Kosten gesammelt werden. Es muesste aber sichergestellt sein, dass das Geld auch diesem Zweck zufliesst!
Ich koennte mir auch eine Unterschriftenaktion vorstellen. Durch die ein Signal nach Oklahoma geschickt wird, dass es viele Deutsche gibt, die diese Behandlung von Natives nicht in Ordnung finden. Vielleicht an die Tribal Councils...

Zum Thema Powwows verbieten:
Klar kann niemand (ausser vielleicht eine Behörde ;-) ) jemandem verbieten ein Powwow abzuhalten. Es geht mir auch nicht so sehr um Powwows, die in Europa von Natives veranstaltet werden, sondern um Powwows von Europaeern. Und als "Weisser" hat man es schwer, wenn ploetzlich mehrere Natives auftauchen und z.B. lautstark gegen das "Stehlen von Kultur",... wettern. Klar kann man sie von Security des Platzes verweisen, aber was fuer eine Resonnanz ruft das bei anderen Natives hervor?

Ich moechte nicht, dass bei Natives die Ansicht vertreten wird, dass wir sie ausnutzen und ihre Kultur stehlen, Natives von unseren Powwows ausschliessen, ...

Am Wochenende ist Powwow in Eagle Heights. Mal schauen, wie die Stimmung dort sein wird.

Bis dann,

Stephanie
Stephanie
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 15:05

Eva hat geschrieben:
Nur stört mich daran, dass in meinem Heimatland Deutschland
nicht mit der in dem Land gebräuchlichen Sprache geschrieben wird.

Duerfen sich englische Muttersprachler in Deutschland also nicht zu Wort melden? Oder Deutsche diesen Menschen nicht in der einzigen Sprache antworten, die sie verstehen?
Wirklich sehr tolerant!
Schliesslich ging es in dem Faden um Native Americans! Da kann man nicht erwarten dass sie deutsch koennen. Und ich fand es gut, das sich einige der Betroffenen dort zu Wort gemeldet haben.

Und an Elke: Was soll ein Kommentar wie "nur ein englisch -sprechender Indianer ist ein echter Indianer"?
Die grosse Mehrheit (nordamerikanischer) Indianer spricht nun einmal englisch!
Stephanie
110 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 15:21

sicher Stephanie
dürfen viele vieles
mich stört nur, dass bewusst Leute ausgegrenzt werden,
die eben nicht so gut englisch lesen können.
Es wäre mitunter gut, wenn solche Informationen zumindest zweisprachig sind.

Viele Grüsse
Eva
Eva
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 15:29

@ Stephanie....
... sorry, aber so blauäugig kann man gar nicht sein, zumal genügend davor gewarnt wurde..
Ich meine, wenn ich die NA-Truppe gewesen wäre, dann hätte ich Infos vorher eingeholt...

ich meine, ich habe auch gelegentlich mit Veranstaltungs-agenturen zb zu tun... aber wenn es keine alteingesessene Agentur ist, die mir Referenzen zeigen kann, und wo ich mich erkundigen kann, wie die älteren Veranstaltungen gelaufen sind, dann stürtze ich mich sicher nicht in ein derartiges Abenteuer, es sei denn, ich kann den Trip auch selbst hin und Rück finanzieren, im eigenen Risiko...

Der Punkt ist, von Natives höre ich ständig Klagen von wegenSelbstständigkeit und Eigenverantwortung... usw... sie wollen keine Bevormundung...

das verstehe ich und dem kann ich nur beipflichten!

... aber da gibt es immer auch eine Kehrseite der Medailie: Wer Rechte hat, hat auch Pflichten..... Wer etwas unternimmt, trägt auch das Risiko!

.... ich meine, ich kann nicht zum einen schlampig in der Vorrecherche sein und allen Scheiß glauben, den man mir erzählt und hinterher bedauert werden wollen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist!

... wenn mir sowas passiert, kräht auch kein Hahn danach... auch kein Native bedauert mich dann...
(Muß er auch nicht, ich paß schon auf mich alleine auf)

Der Punkt ist, wenn Du warnend etwas vor solchen Veranstaltungen sagst, bist Du der weiße, doofe Buhmann.... ist das Kind in den Brunnen gefallen, biste hinterher auch nur der Weiße doofe Buhmann....
..... da fühlen sich die meisten hier dann eben echt veräppelt!

auch wenn ich das natürlich absolut scheiße finde, was da abgegangen ist!!!!!!

aber nach der Misere wurde in einem Forum die Sache bejammert....

wenn ich sage: schaut nach, und zwar schnell, ob in der Firma insolvenz angemeldet wurde... weil wenn dem so ist, dann gibt es dort einen Insolvenzverwalter und dann wurde der Kontainer als Insolvenzmasse konfisziert und dann müßt Ihr schnellstens dem Verwalter Euer Eigentum anmelden, damit ihr Eure Sachen wieder seht....

und gebt uns Europäischen Händlern Listen mit den verlorengegangenen Kunstgegenständen, irgendwo tauchen die schon wieder auf und wir können uns dann melden, bzw es der Polizei melden....
... Wir Händler kennen uns alle untereinander und der Markt für die Sachen ist sehr klein, bzw bei der Menge an gestohlenen Gütern bekommen wir das garantiert mit!

.... dann wird man nur mit den Worten angemacht:
1. Man hat ja eh keine Ahnung
2. Man sollte sich aus NA angelegenheiten raushalten
3. Es wäre alles Ervorderliche schon getan worden und kluge Tips bräuchte keiner...
4. Man beutet ja eh nur indianische Kultur aus...

... und dann werden noch fix die Beiträge, die man geschrieben hat, gelöscht!

Na bitte, was soll denn das?
Und da erwarte bitte nicht, daß ich jetzt irgendeinen Wisch für irgendwen unterschreibe oder irgendwelches Geld sammele....

nee, veräppeln kann ich mich alleine!!!!!!!!!
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 15:37

klar ... aber wenn ich jahrelang in Deutschland lebe, hier meine Bröttchen verdiene und in meinem Job auch ganz gut deutsch reden kann..... dann erwarte ich, das so jemand nicht plötzlich kein Deutsch mehr kann, sobald ihm was unangenehm wird...
... ein derartiges Verhalten mag ich bei keinem Türken, also warum soll es dann nun plötzlich bei nem NA anders sein?
Das ganze hat einen älteren Hintergrund....
... wie gesagt, wir müssen uns nicht veräppeln lassen!!!!!

Gruß von ELke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 17:20

was mich an dieser Sache stört, ist, dass Natives auf eine Veranstaltung in Deutschland gehen oder dort auftreten, aber dann irgendeine Agentur sich dazwischen schaltet. Mit anderen Worten, die Natives folgten eher dieser Agentur und nicht dem Veranstalter. Ich nehme an, dass die Agentur nicht der Veranstalter war.
Möglicherweise haben die Indianer von Serena alle notwendigen Informationen erhalten, also nicht direkt aus 1. Hand. Eventuell hat die Agentur dem Veranstalter die Arbeit abgenommen, Natives anzuschreiben oder Kontakt aufzunehmen, Flüge und Hotels zu organisieren etc.
Viellleicht müsste dies in Zukunft anders gehen, eventuell sollten die Veranstalter stärker mit den Natives kooperieren und umgekehrt. Falls man Natives anschreibt und sie über eine derartige Veranstaltung in Europa informiert, sollte man gleichzeitig sie vor Agenturen warnen oder ihnen Adressen geben, die Auskunft über die Agenturen vermitteln.
Ich denke, wir wären alle ein wenig überfordert, sich von unserem Heimatland aus über ausländische Agenturen und Firmen zu informieren, ob sie nun Insolvenz angemeldet haben oder nicht. Vielleicht müssten die Veranstalter stärker in die Pflicht genommen werden.
LG Manyhorse
manyhorse
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 17:44

bezüglich der englischen Sprache in einem Forum:
das ist natürlich eine etwas heikle Sache. Durch ungewollte Übersetzungsfehler können Missverständnisse entstehen. Manchmal versteht man nicht so gut Englisch oder Deutsch und dann könnte man mal etwas missverstehen. Aber das passiert ja auch in einem Forum, wo fast nur Deutsch geschrieben wird.

Aber andereseits sollte man versuchen, sich zu verstehen oder Meinungen, Ansichten auszutauschen oder einfach nur Kommunizieren. Isr das dann so schlimm, wenn ein Forum 2-sprachig ist? Wenn jemand nur Englisch spricht und auch Betroffener ist oder nur seine Meinung sagt, sollte man dann nicht ein wenig entgegenkommend sein? Ist das denn so verkehrt?
Wenn ich über Natives schreibe, muss ich davon ausgehen, dass ich mal einen englischen Beitrag erhalte. Warum sollte ich dann in Deutsch antworten?
Dann gebe ich mein Bestes, auch wenn mein Englisch gerade mal nur ausreichend ist. Aber mein Wille war da und es war gewiss nicht bös gemeint.
Ich habe mal in einem englischsprachigen Forum einer Österreicherin in Deutsch zurückgeschrieben und mich bei den englischsprachigen Mitgliedern entschuldigt, dass ich auf Grund der Fachausdrücke in Deutsch antworten werde.
Die Moderatorin schrieb mir, ich solle mich bitte doch nicht entschuldigen. Sie fände es großartig zu sehen, wie die Völker in ihrer Supportgruppe zusammenrücken und versuchen, sich gegenseitig zu unterstützen, auch in unseren jeweiligen Muttersprachen.
Aber da die Mitglieder überwiegend Amerikaner sind, schreiben wir fast ausschließlich Englisch, zumal es in diesem Forum über amerikanische Gefängnisse geht. Dann liegt es ja nahe, in Englisch zu schreiben.

Nun bin ich aber bei einem anderen Thema. Es frreut mich Stephanie von Dir zu hören, dass du bereit wärst, den Natives etwas zu spenden. Aber sie sind nun mal wieder in den USA. Warum im nachhinein etwas spenden?
Vielleicht soolte man die Natives, wenn sie nach Deutschland möchten, etwas mehr mit Informationen unterstützen?
Hat nicht ein Hotel ihnen Essen spendiert? (Oder bin ich falsch informiert worden?) Das nenne ich Hilfe vor Ort, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort.
Ich weiß, dass es Natives gibt, die stolz jede Hilfe von Weißen ablehnen und meinen, nichts anhören zu müssen. Das gibt es bei den Natives wue auch bei den anderen Völkern.
Aber Du weißt es ja besser, dass die Indianer eher weniger als mehr informiert waren. Also Du hast ja ein konkretes Beispiel, wie es hier ablaufen kann.
LG
Manyhorse
manyhorse
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 17:53

@ Many... der Veranstalter war die Agentur.
Ich habe selbst mit Herrn Müllender telefoniert, vor der ganzen Sache.

Ich denke schon, das es Mittel und Wege gibt, Infos einzuholen...

Wir müssen das auch, wenn wir irgendwo anders hinfahren....und da hilft nur Recherche.... aber dazu muß man sich eben auch Zeit nehmen.

Gruß von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 17:57

Niemand hat etwas dagegen, wenn jemand Englisch spricht, weil er nicht so gut deutsch kann, bzw es eben nicht kann!
Es geht da um ein paar ältere Sachen, wo sehr wohl zu englisch gewechselt wurde, bzw wird, damit es dem anderen schwerer gemacht wird, sich zu äußern...
Komisch nur, bei anderen wird gar nicht erst mit englisch angefangen....

Komische Sache das!

Gruß von ELke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 18:32

@ Manyhorse
Nach meinem Verstaendnis wurden die Natives von der Firma Serena GmbH in Amerika angeworben, um in Deutschland auf Veranstaltungen aufzutreten, die von Serena organisert wurden.
Sie sind nicht einfach so nach Deutschland geflogen und es hat sich nach meinem Wissen auch keine Agentur erst in Deutschland eingeschaltet.

@ Elke
Fuer uns mag es selbstverstaendlich sein, das Internet einzuschalten und zu recherchieren, wenn man so ein Angebot bekommt... Ich bin mir nicht sicher, wie viele der betrogenen Natives diese Moeglichkeit haben... Einige sicher, sonst haetten sie nicht in dem Forum posten koennen, aber alle?...
Stephanie
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 19:40

ich denke mal nicht, dass alle 70 Leute im Internet recherchiert haben. Aber meiner Erfahrung nach, sind bestimmt nicht alle 70 Personen naiv und unerfahren. Ich kann mir vorstellen, dass diese 70 Leute einen oder vielleicht auch 2 Sprecher/Ansprechpartner hatten, die den Vertrag mit Serena durchgingen.
Wie es nun genau abgelaufen ist, können wir nicht sagen, da wir nicht vor Ort waren.
Ich kann es mir aber nicht verkneifen, waren diese Indianer nicht zu unüberlegt oder zu unvorsichtig? Wenn ich in einem Post lese. dass die Indianer oder Natives immer wieder von Weißen betrogen wurden, hätten sie dann erst recht nicht vorsichtig sein müssen? Hatten wir Einfluss auf die Unterzeichner des Vertrages?
Ich mache hier einen Punkt und werde keine Schuldzuweisungen mehr machen, es bringt alles nichts. Eventuell, sollten die Veranstalter für die Indianer bürgen, wenn sie sie nun mal einladen.
Ich weiß es von meinem Arbeitskollegen, er musste auch für seinen Besuch aus Südafrika bürgen, musste für die Krankenversicherung, Unterbringung und Kost sorgen und musste seine Gehaltsabrechnung vorlegen.
Die nächsten Veranstalter müssen jetzt im Vorfeld so einiges tun, um das Vertrauen der Natives zu gewinnen.
Im Interesse der Indianer sollten wir, die ja sagen, dass sie die Natives unterstützen oder gar helfen möchten, die Indianer, auf mögliche Betrügereien aufmerksam machen und eventuell bei der Internetrecherche behilflich sein. Der andere Schritt ist aber auch, dass Indianer sich nicht scheuen, Informationen, Unterstützungen und Ratschläge anzunehmen. Aber das ist nicht unser Part.
LG
Manyhorse
manyhorse
10 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Do, 16. Aug 2007, 19:47

Hallo Stephanie
es gab sicher die Möglichkeit der Information.
Zumal einige im anderen Forum schreiben, sie sind ja nicht ?stupid ?
-Ganz so gut ist mein englisch nicht -
Also findet man sicher eine Möglichkeit zu fragen.
Dann gibt es ja immer noch Unterstützerorganissationen, deren
Beziehungen zu den NA sehr gut sein sollen.
Läge also auf den Hand Freunde zu fragen, bevor man in ein fremdes
weites Land fährt Es gibt ja auch NA, die in Deutschland leben, hier Veranstaltungen organisieren (sich also sicher auskennen) und immer mal in USA unterwegs sind. USW - Wer Informationen braucht, findet sicher etwas.
Naja die Diskussion gab es schon.

Zum anderen - englisch überall - vielleicht bin ich altmodisch.
Doch ich wünsche mir Respekt und Verständnis von beiden Seiten.
Und in diesem Sinne würde ich mich über mehr deutschsprachige Beiträge in Foren freuen, von Leuten, die deutsch können.

Im Ausland bemühe ich mich im Gegenzug um ein wenig Sprach- und andere kenntnisse des Gastlandes.

Viele Grüsse
Eva
Eva
204 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 09:31

Hallo!

Die Hauptsache an der Geschichte sollte doch sein,
das die Natives zu Ihrem Geld kommen! Damit Sie
sehen,das es doch noch Gerechtigkeit gibt!
Ist schon alles ne traurige Sache!
Gruß Thomas!!!
Thomas
350 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 10:27

Hallo Thomas
habe mal etwas weiter gelesen. Da gab es einen links bei webpress
und ein Interview mit den Beteiligten.
Irgendiwe ging daraus hevor, wenn ich meinem bescheidenen Englisch
und der Übersetzungsmaschine glauben kann,
dass es da ziemliche Missverständnisse zwischen den Tänzern
und dem Veranstalter gab und es nicht nur um das Geld geht.

Vielleicht kann da jemand mehr sagen

Viele Grüsse
Eva
Eva
204 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 10:41

in der letzten Zeit habe ich mich etwas mit interkulturellem Managment
beschäftigt, da es auch in Saaten der EU mehr Unterschiede im Denken
und Fühlen gibt, als man denkt.
So denke ich, die Sache ist nicht damit beendet, wenn das Geld fliesst.
Zumal dort eine NA sagt, dass Ihre Familie das Geld nicht hinterher bekommen kann, da sie nun nicht mehr erreichbar ist.
usw

Viele Grüsse
Eva
Eva
204 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 13:24

Hallo!
Habe auch noch mal nach geschaut. Da hat jemand,
zur Info was aus der Stuttgarter Zeitung rein geschrieben.Auch wie die Veranstalter das sehen.
Auf Deutsch und Englisch. Naja!
Aber ansonsten auch für mich zu viel Englisch.
Gruß Thomas!!!
Thomas
350 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 15:20

Schade das sich der link bei mir nicht öffnet.
Benötigt wahrscheinlich zu viel Speicherkapazität für meinen Com-Puter.
Es wundert mich doch sehr, daß die Veranstalter sich noch öffentlich zu Wort zu melden trauen. Die scheinen sich ihrer Sache ja ziemlich sicher zu sein? Recht haben und Recht bekommen sind leider nicht dasselbe. Hoffentlich wird nicht diese Erkenntnis den Geschädigten übrig bleiben.
Man kann mit einer Firma in Konkurs gehen und die nächste munter eröffnen. - Obwohl bei einer GmbH, gibt es da nicht auch die private Haftung? Doch wenn nichts mehr vorhanden ist? Vorsatz, Betrug dürften schwer nachweisbar sein. Auch wenn sich manches aufdrängt....... Ein Veranstalter kann doch nicht dermaßen naiv sein. Wer kennt sich denn etwas besser aus?
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
85 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 15:37

Hallo Eva, hallo Thomas,
Fuer den Fall, dass es zu viel English ist ;-)
Hier eine kurze Zusammenfassung des langen Kommentars, den Garance (vor lauter Begeisterung gleich 2 mal ;-) ) gepostet hat - ein Statement von Anoli Wood:
Sie beschreibt, dass sie es traurig findet, was mit den Natives in Deutschland passiert ist, dass sie aber nicht verstehen kann, warum manche (Natives) nun dazu auffordern, europaeische Powwows zu torpedieren (bezieht sich u.a. auf Larry Nicholls) und gegen europaeische Powwowlwe, Indianistiker und Hobbyisten aktiv zu werden.
Sie beschreibt weiter, dass sie eine Choctaw aus Oklahoma ist, deren Vorfahren auf dem "Weg der Traenen" dorhin ziehen mussten.
Sie selbt lebt seit vielen Jahren in England und hat einen Englaender geheiratet.
Sie hat hier viele Leute kennengelernt, die sich fuer indianische Kultur(en) interessieren und sie ist froh, dass sie vor 3 Jahren entdeckte, dass es auch in England Powwows gibt. Sie sagt, dass vieles anders durchgefuehrt wird, als sie es von Oklahoma, Kansas,... kennt, aber dass das eben daran liegt, dass die Englaender groesstenteilss von Lakotas ueber Powwows gelernt haetten. Daher wurden eben viele diesem Weg folgen. Sie sagt weiter, dass natuerlich auch Fehler gemacht werden, dass sie es aber nicht als schlimm empfindet, eher als Lernprozess. Sie bewundert die Europaeer fuer die viele Arbeit, die sie in ihre Recherchen stecken.
Sie ruft dazu auf, solche Menschen, die sich fuer Natives und Powwow interessieren, nicht dafuer anzugreifen, sondern ihnen zu helfen und sie zu unterstuetzen. Es kaeme - auch bei Powwows - nicht auf die Hautfarbe, sondern auf das Innere an.
Sie freue sich immer, wenn sie um Hilfe gebeten wuerde oder lehren duerfe, sie sei schliesslich eine Geschichtenerzaehlerin (story teller). Besonders wuerde es sie freuen, dass sie auch schon einige Male an Schulen gebeten wurde, um dort ueber Native Americans zu berichten.
Sie fragt, ob denn jemand wirklich glaube, dass sie noch weiter Powwows in England besuchen wuerde, wenn sie glaube, dass diese Leute sie ausnutzen wuerden.
Gegen Ende ihres Kommentars wendet sie sich noch einmal an alle, die versuchen Unruhe und Unfrieden zu stiften und ruft sie auf, Frieden zu bewahren und diesen Wahnsinn zu beenden. Das sei nicht der Weg der "First Nations".

Das ist grob aus dem Gedaechtnis zusammengefasst.

Der Link, der zu einer Interview-Seite fuehrte, gab (etwas wirr und fuer mich nicht voellig nachvollziehbar) mehrere Telefonate des Erzaehlers wieder. Eines mit Larry Nicholls, eines (?) mit einem/r nichtgenannten Beteiligtem/n und eines mit Willy Beivers.
Meintet ihr dieses Interview?

Ansonsten waere ich ueber einen Link dankbar. :-)

Muss mich jetzt fuer ein paar Tage abmelden - Powwow Time. Bin wirklich gespannt, was andere hier in England denken und ob wirklich eine Delegation von Larry fuer Aerger sorgen wird...

Viele Gruesse nach Deutschland,

Stephanie
Stephanie
110 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Fr, 17. Aug 2007, 22:51

Danke Stefanie. Sehr interessant. Ich denke, ich muß mir das auf einer anderen Kiste nun doch anschauen. Wer sind Larrys Leute? Zu seinen Powwows kommen doch hauptsächlich auch „nur“ Hobbyisten. Und zwar genauso viele /oder genauer gesagt so wenig Indianer wie anderswo. Ganz nette, teils liiert hier, soweit ich das mitbekam. Wen will er also schicken? Vielleicht selbst aufkreuzen? Er macht doch sonst einen so vernünftigen und sehr netten Eindruck. Für mein Gefühl könnte die Drohung, wenn es denn eine war, nur verbal gewesen sein. Vielleicht daher das Englisch, weils in der Muttersprache leichter fällt und weils auch mehr für seine Landsleute bestimmt war. Sie sollen wohl merken, daß er auf ihrer Seite steht und ihre Anliegen vertritt? Hoffentlich kommt bei dem Gepoltere auch etwas Produktives zustande.
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Sa, 18. Aug 2007, 21:52

Eva
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Sa, 18. Aug 2007, 23:00

Larrys Schwester oder Cousine (bin nicht mehr ganz im Bilde) lebt mit englischem Mann in England.....
ich muß mal suchen!

Gruß E
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 09:49

Vielen Dank Stephanie für Deine Übersetzung.
Es ist schon so. Lesen kann ich den englischen Text, jedoch fehlen manche Einzelheiten, die den Hintergrund ausmachen.
Schreib bitte mal, wie es zum Powwow war. Wir haben es leider nicht geschafft.
Hallo Jeli
GmbH heisst beschränkte Haftung, nur mit dem Betriebsvermögen.
Wenn dann nichts mehr da ist .. ??
Ja und naive und schlecht arbeitende Agenturen gibt es immer wieder.
Zumal habe ich das Gefühl - so wie die Sache aufgebaut war,
war es mehr als Völkerschau im alten Stil gedacht.
Das bei "Wiesenveranstaltungen" die Bedingungen für die Künstler mehr als dürftig sind, kommt immer öfter vor. Das Budget wird einfach zu knapp kalkuliert und Auftrittsbedingungen - wie z.B. Bühne oder Überdachung nicht vorgesehen. Siehe auch Karl-May-Fest in Radebeul.

Viele Grüsse
Eva
Eva
204 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 12:06

Hallo Eva,
herzlich Dank für den link oben. Konnte ihn lesen. :-) Aber mit dem vielen "he said" and "she said" und am Schluß wieder "Larry" hab ichs irgendwann nicht mehr geblickt. Ich muß es daher ein 2. Mal versuchen. War mit diesem Larry, "Larry Nichols" gemeint, der hier lebt? Es soll ja noch einen anderen Larry geben? Weiß jemand, wohin der "andere" Larry gehört? War er mit der Truppe gereist?

Dieser link öffnet sich bei mir nicht:
http://drveda.wordpress.com/2007/07/13/ ... juli-2007/

Steht hier etwas Wichtiges drin, was man unbedingt wissen sollte?

So wie es nach dem Text (auf der Startseite der website oben) den Anschein macht, bräuchte Serena gar nicht pleite zu sein..... Es könnte ein langer Prozeß folgen: wegen Nicht-Erfüllen von Verträgen, im äußersten Fall Schadensersatz?

Eins - von vielen ;-) versteh ich nicht: Die Einkünfte der Händler hätten Serena zugute kommen sollen? Weil die Händler oft nicht anwesend waren und zu wenig verkauften, kam (u.a). zu wenig Geld herein? Entspricht dies der üblichen Praxis bei solchen Veranstaltungen, daß die Händler nicht für sich selbst wirtschaften? - noch nie davon gehört. Wem würde bei dieser Regelung die Ware gehören? Wurde sie von Serena zuvor gekauft? Sonderbare Eigentumsrechte? :-?
Man könnte sich auch vorstellen: dadurch daß viele Stände geschlossen waren, strömten mehr Besucher zu den Tänzen und zahlten dafür ein sicheres Eintrittsgeld, während man an den Verkaufbuden ja nie vorhersieht, ob die Passanten überhaupt etwas und wieviel kaufen werden (meine laienhafte Vorstellung dazu). Ich kenn mich aber, wie gesagt, nicht in der Materie aus. Andererseits weiß man - auch als Außenstehender - daß schon 2 oder 3 Leute für eine Show mehr als genug sind und nicht übermäßig anteilig verdienen. Ich denke an die Western-Städte sowie anderere reisende, indianische Künstler. Logischerweise können "mehr Tänzer", zumal kurzfristig hinzugekommen, kaum wesentlich mehr Einkommen erzielen, da die Besucherzahlen weitgehend dieselben bleiben werden. Zum Mobilisieren von mehr Besuchern und Erreichen der vereinbarten oder versprochenen(?) Einkünfte hätte es wohl schon im Vorfeld eines anderen bedurft.

Und zu der beklagten Undiszipliniertheit: fremde Länder, fremde Sitten... Das zeigt doch auch, mit wie wenig Grundlage 2 Unternehmer an dieses Vorhaben herangingen. Ich nenne nur: indian-time. Leider bildeten wirtschaftliche Interessen den Ausgangspunkt. Schade für die versäumten Chancen, welche diese Begegnungen hätten bieten können.

Bin ja mal gespannt, wie's weiter geht.

Wenn nun irdendwo etwas ausgesprochen wäre in Richtung "Stören bei Powwows", gar initiiert von jemand, der hier selbst PW mit Hobbyisten abhält, wie ich es - nur aus diesem Faden hier - herauslese, dann wär ich mehr als erstaunt. :-S
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
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Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 15:59

Hallo Jeli
------
Leider bildeten wirtschaftliche Interessen den Ausgangspunkt
-------
Was anderes sollte es denn werden.
Hier versuchte ein Unternehmen/Agentur mit einer Veranstaltung Geld
zu verdienen. Was sonst. Aus Spass an der Freude wohl kaum.

Sicher gibt es auch Veranstaltungen, die der Begegnung wegen,
nichtkommerziell sind. Doch da ist der Hintergrund und auch die Finanzierung
anders - Spenden oder öffentliche Gelder oder wer weis was noch..
Und nur die Standgeldern der Händler (ob die was verkaufen ist eh ungewiss) und dem evtl. Eintrittsgeld genügen meist nicht für die Finanzierung einer solch grossen Veranstaltung.

Das es Missverständnisse zwischen NA und Veranstalter gab, kam immer wieder durch. Nur hier wundert es mich dann, wenn die vielen Insider, die nun in allen Foren alles wissen und im Griff haben nicht im Vorfeld Hilfe angeboten haben.Dann wären doch viele Missverständnisse vielleicht nicht aufgetreten.
Dabei waren doch genug. Oder ?

Viele Grüsse
Eva
Eva
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Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 18:28

Hai Stephanie!
Ich denke, in England wird das Gesetz diesbezüglich wohl ähnlich sein wie in Deutschland.
Wenn jemand der Veranstalter ist, dann hat er im allgemeinen auch Hausrecht!
Da ich aus eigener Erfahrung weiß, das die Truppe um Larry jedem das Wort im Munde umdreht und alle angemacht werden, die irgendwie anderer Meinung sind.... mit diesen Leuten kann man nicht diskutieren..... wenn sie keine Argumente mehr haben, pöbeln sie rum und kommen mit der --ihr-klaut -doch-nur-unsere-Kultur-Leier....

Ich würde mich mit der Truppe gar nicht erst auf Diskusionen einlassen.... das bringt nichts. Ich würde bei Störungen zuerst einmal oder zweimal scharf warnen und dann gnadenlos die Polizei rufen, wegen Störungen einer Veranstaltung oder was weiß ich... fragt Euch mal durch, wie man das Kind in England nennen muß.
Ich denke aber schon, daß man jemanden ein Hausverbot aussprechen darf, wenn er sich nicht benimmt. Zumal ihr ja nicht auf öffentlichem Grund seid. Supermärkte können ja zb auch ein Hausverbot aussprechen...

Gruß von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 18:42

Eva hat geschrieben:
Sicher gibt es auch Veranstaltungen, die der Begegnung wegen,
nichtkommerziell sind. Doch da ist der Hintergrund und auch die Finanzierung
anders - Spenden oder öffentliche Gelder oder wer weis was noch..
Und nur die Standgeldern der Händler (ob die was verkaufen ist eh ungewiss) und dem evtl. Eintrittsgeld genügen meist nicht für die Finanzierung einer solch grossen Veranstaltung.

Hallo Eva,
seh ich genauso. Banden-Werbung (heißt das so?) würde sicherlich dazu gehören (ähnlich wie bei Roncalli, pardon für das Beispiel, aber deren Truppe ist vielleicht kleiner). Viele Artikel in diversen Zeitschriften im Vorfeld etc. Eine Werbeagentur würde wohl wissen, was erforderlich wär, und bestimmt gern die Arbeit übernehmen. Das würde kosten. Hat man zu viel gespart und zu wenig getan? Eine un-wissende Veranstaltungs-Agentur?
Eva hat geschrieben:
Das es Missverständnisse zwischen NA und Veranstalter gab, kam immer wieder durch. Nur hier wundert es mich dann, wenn die vielen Insider, die nun in allen Foren alles wissen und im Griff haben nicht im Vorfeld Hilfe angeboten haben.Dann wären doch viele Missverständnisse vielleicht nicht aufgetreten.
Dabei waren doch genug. Oder ?

Ja, das bleibt auch für mich unverständlich. Vielleicht weil: wer denkt schon immer an das Negative? Ich blick noch nicht durch.

Nun hab ich endlich meinen Com-Puter irgendwie überlisten können und bin auf der o.a. Seite gelandet.

Dabei blieben traurige Schilderungen, sehr viele positive Eindrücke, und auch dies haften:
I have read here also that there are German hobbyist groups that want to help, even those that have misused our culture, traditions and have even
stolen Native American flags and misused them. Do you really think that we are that stupid? We would appreciate it if you would just leave our people and culture alone, you will only hurt us, like you have always done. This is one of the biggest disgraces of Germany and those that are guilty should feel shame. There are a few good hearted German people that are true friends to Native Americans, and we appreciate your help and support, and we welcome only those few to help us with this matter.

Larry hab ich auf einem Asbach Powwow gesehen. Dort hielt er eine freundliche Rede vor den Versammelten, vor allem jedoch für indianische Teilnehmer, welche aktiv teilnahmen, unmittelbar bevor sie in den Irak-Krieg zogen. Der von L.N. veranstaltete PW in Untergruppenbach war hauptsächlich von Hobbyisten bevölkert, die das Bild bei sämtlichen Tänzen prägten. Es tanzten wohl auch einige NDNs. Händler säumten den Weg zur Tanzfläche bzw. hatten ihre Stände unmittelbar in Sichtweite aufgebaut. Viele Anwohner aus der Umgebung nutzen die Nachmittagsstunden zu einem Besuch und wurden sicher nicht enttäuscht als sie, zwar unerwartet um ein Eintrittsgeld gebeten, später eine indianische Hochzeit miterleben durften. Wie all die anderen Besucher konnte ich als Zuschauerin (ohne Tanzrobe) bei Intertribals und Rundtänzen übend den Tanzkreis betreten. Dies alles bleibt mir unvergeßlich. :-)

>>„...and have even stolen Native American flags and misused them.“

Stimmt das - mit dem Mißbrauch von Flaggen (Plural) indianischer Nationen?

>>„...and we welcome only those few to help us with this matter.“

Muß man wohl Herrn Nichols zuvor fragen? :-S Ich seh eher in solchen Leuten, wie den Unternehmern von Serena, die Ausnahme. Und ich hoffe, daß sie nicht auch mit anderen Künstlern, Menschen, die sie in früheren Jahren hergeholt haben, und die in D auf weniger Unterstützung und öffentliches Interesse als NDNs zählen können, so umgegangen sind. Schrecklich, wenn ich mir das vorstelle... Wenig Werbung - viel Geld gespart. Marginales Management ->Zeit - keine deutsche Disziplin(?) = Ziel nicht erreicht. Oder doch? :-? Wie die Erfahrung zeigt, sieht man sich leider allzu oft machtlos in solchen Fällen.
Anderes Beispiel: Hohe Geschäftsführer- /Vorstandsgehälter eines öffentlich bezuschußten(!) Betriebs werden, von den zu Hause(!) und auch in anderen, eigenen(!) Unternehmen tätigen Chefs, selbst-veranlaßt (man verfügt ja über die nötige Unterschrifts-Kompetenz) p ü n k t l i c h versteht sich überwiesen auch dann noch, als das Ganze den Bach runter rutscht und ausschließlich die „Kleinen“ am Ende leer dastehen. Es hilft in der Regel nur, die Namen bekannt zu machen und zu warnen. Insofern findet sich vielleicht noch ein positiver, wenngleich bitterer Sinn in dieser üblen Sache, daß durch die Öffentlichkeit, die die indianischen Gäste hergestellt haben, andere in Zukunft vor Ähnlichem bewahrt werden? Ich hoffe, daß sie, falls nicht ihr Geld, doch eine Genugtuung in irgendeiner Form erhalten.

LG
Jeli
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
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Ungelesener Beitrag Verfasst am So, 19. Aug 2007, 20:13

Elke,
ich konnte noch immer nichts über Stören-Wollen finden. Wo steht denn das?

lg
Jeli
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
85 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 14:46

Hallo Leute,
bin zurueck vom Powwow in Eagle Heights.

Das Powwow wurde nicht gestoert, allzu viele Diskussionen hat es auch nicht gegeben. Aber im Vorfeld ist wohl einiges an emails durch den Aether gegangen. Da ich selbst nicht an diesen Diskussionen beteiligt war, kann ich hierzu nichts weiter sagen.

Dass es keine "Stoerungen" gab koennte z.T. auch am Wetter gelegen haben. Nachdem es die Woche ueber schoen war, musste natuerlich zum Wochenende wieder eine Regenfront ueber uns hinwegziehen... Ich weiss, dass etliche Leute deshalb die lange Reise erst gar nicht angetreten haben.

Zum Glueck hielt das Wetter waehrend des Tanzens, das aber leider wegen Flugvorfuehrungen an beiden Tagen unterbrochen werden musste - immerhin waren wir ja auf einer Greifwarte zu Besuch.

Interessant war, dass an beiden Tagen Anoli Wood gebeten wurde, das Eingangsgebet zu sprechen - sie gestaltete es als eine Bitte fuer Frieden und Verstaendigung.
Soweit ich das beurteilen kann, war es auch als Botschaft an jene gedacht, die "Weissen" das Recht an Powwows gerne untersagen wuerden.

Ueber Anoli waren vor kurzer Zeit Geruechte in die Welt gesetzt worden, sie sei keine Native. Um dem ein Ende zu bereiten hatte ihr Ehemann am letzten Powwow ihre Id, Tribal Membership Card,... vorgelegt und dazu aufgefordert, mit den Geruechten aufzuhoeren.

Vielleicht war sie auch deshalb ausgesucht worden, die Gebete zu sprechen - als Demonstration, dass dieses Powwow-Kommittee sie achtet?

Jetzt wird natuerlich auch spekuliert, weshalb diese Geruechte in die Welt gesetzt wurden.

Viele Gruesse,

Stephanie
Stephanie
110 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 15:09

@ Jeli
In den Foren wirst Du keine Ankuendigung fuer irgendwelche Aktionen finden. So etwas geht ueber Mundpropaganda, emails,...

Beim Twin Hills Powwow wurde u.a. ein Blanket Dance gemacht, um Geld zu sammeln, um AIM-Aktivisten nach England/Europa zu holen. Das hat bei manchen Powwow-Leuten etwas Angst ausgeloest. Aussagen wie "They might shut us down" (sinngemaess: "die koennten unsere Powwows schliessen") habe ich gehoert.
Leute, die daran vielleicht ein Interesse haben koennten (Thema: "Kultur-stehlen"), haben durch die Serena-Geschichte frischen Wind in ihre Segel bekommen. Siehe auch der Brief von Larry Nichols. Ich weiss nicht, warum er selbst Weisse bei seinen Veranstaltungen tanzen laesst, aber massiv gegen andere Powwows wettert.
Ich bin hier von Powwow-Leuten mit denen ich mich ueber Deutschland unterhalten hatte, davor gewarnt worden, z. B. zum Westerwald-Contest-Powwow zu fahren. Wenn ich nach Deutschland auf ein Powwow wolle, dann nur zu Larry. Als ich dann sagte ich sei Deutsche, kenne die Powwow-Scene dort und gehoere zu dem Verein, der besagtes Powwow sponsort, herrschte peinliches Schweigen. Letztendlich hiess es, sie seien von Larry gewarnt worden.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Larry nicht nur den beiden Leuten, die mich gewarnt haben, seine Meinung kundgetan hat...

Mir draengt sich der Eindruck auf, die wenigen "guten Weissen" scheinen seine eigenen Vereinsmitglieder und vielleicht noch andere Unterstuetzer/Fans,... zu sein, und die anderen europaeischen Powwow-Leute sind "Kultur-Stehler".
Stephanie
110 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 15:20

@ Elke
Natuerlich hast Du Recht - wenn jemand eine Veranstaltung stoert (auch hier in England) hat man Hausrecht und kann Security einschalten...
Aber es macht einfach keinen guten Eindruck, wenn Indianer von Weissen eines Powwows verwiesen werden - insbesondere, wenn man damit rechnen muss, dass die Nachricht sofort nach USA geht, vielleicht noch sehr einseitig geschildert...

Aber es muss ja keine lautstarke Protestaktion sein - es gibt ja auch subtilere Mittel!
Leute "schlecht machen", Geruechte streuen, Ehrungen oder Gebete nutzen um Anklage zu erheben, medienwirksame Aktionen (bei denen es vielleicht um etwas anderes geht, aber passende Seitenhiebe gemacht werden), Beschwerde beim Vermieter eines Veranstaltungsortes - vielleicht wegen Misrepresentation von Native American Kultur...
Stephanie
110 Beiträge

Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 19:42

@ Stephanie..
Klar gebe ich Dir Recht, schön ist es nicht und bei jedem anderen wäre ich auch höflich...

aber gerade L.N. Leute nehmen sich ein wenig sehr das Recht heraus, bessere Indianer zu sein. Vielleicht treffen wir uns mal, ich erzähl Dir dann ein paar Geschichten von dem PW von Herrn Nichols, die ich erlebt hab.

Der Mann dreht den Leuten das Wort im Munde um und jedes Argument wird entweder ignoriert, oder umgangen oder...Angriff ist die Beste Verteidigung..
Ich weiß nicht, aber ich habe mal eine Erfahrung gemacht:
Die Leute , die am lautesten schreien... die haben am meisten Dreck vor der Haustür....
Ich habe mich in USA leider noch nicht selbst schlau machen können, aber mich beschleicht so ein Gefühl, daß da irgend was im Busche ist... mit seinem Stamm dem Blackater Band of Lower Muskogee INC.
wobei man dazu sagen muß, daß INC in Usa ein Verein ist, es sich also nicht um einen anerkannten Stamm handelt.

Das ulkige ist, das für die Truppe jeder ein Kulturklauer ist, der nicht Herrn N. anhimmelt..... in meinen Diskussionen mit dem Herrn am Telefon war keiner für ihn ein echter Indianer, oder er war indiskutabel.... der einzige, der damals für ihn ok war (außer seiner Familie natürlich) war Tim Sikyea.... ich sagte ihm, das Tim Sikyea aber auch seinen Erdtanz macht und sich in Eso-Kreisen aufhält, Herr N. meinte dazu: "Naja, man sagt ihm halt schlechte Dinge nach...aber naja....." es war schon lustig zu sehen, daß NAs die seine Veranstaltung besuchten, gute NAs waren und die, die wohl nicht ganz bei ihm mitheulten, böse NAs waren... das gibt mir doch sehr zu denken!

Im übrigen sollte einem auch zu denken geben, daß kaum noch einer zu seinen PWs fährt (außer seinem Fanklub und Leuten, die gelegentlich mal gucken kommen) aber von der normalen PW-szene wirste da wohl kaum einen finden.... eher Leute die nie wieder hinfahren würden....

Gruß von ELke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 19:52

Hallo Elke,
was Du schreibst bestaetigt, was ich auch anderswo zu hoeren bekommen habe. ;-)

Ich habe in Eagle Heights wieder Werbung fuer deutsche Powwows gemacht. Mal schauen, wen ich ueberzeugen kann, vielleicht zum Winterpowwow zu kommen...
Interesse ist auf alle Faelle da. Und Garance ist seit Westerwald so begeistert von deutschen Powwows, dass sie sicher kommt, wenn sie es finanziell einrichten kann.
Ist halt schade, dass es nur 1 Tag ist... Fuer mich steht der Termin. Da koennen wir uns gerne einmal unterhalten.

Bis dann -

Steffi
Stephanie
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 20:00

Hallo
also hier muss ich Elke rechtgeben, völlig unabhängig haben mir verschiedene Leute ungefähr das Selbe erzählt.
Ich bin auch ein recht toleranter Typ, aber wie gesagt, im Ernstfall würde ich nicht an Herzdrücken sterben. Diese Leute, egal ob Weisser oder Nativ- das sind in erster Linie Menschen. Wer sich aber daneben benimmt, bzw. meint nur gewisse Leute hätten Anrecht auf gewisse Dinge, und das dann auch noch bei uns ernsthaft duchsetzen möchte, wird höflich aber konsequent verabschiedet. Mir ist dann die Art, wie sie einen dann versuchen zu schaden völlig wurscht. Ich persönlich habs nicht nötig, über jemanden schlecht zu reden. Tja, und da ich in Germany bis jetzt leider nur echte Indis kenne, auf welche Gesagtes zutrifft, aber nich eine Perlenstickerei gebacken kriegen, kanns sogar sein, das zu unserem event. POWWOW vielleicht nur ein oder zwei echte kommen werden.
Wolfi
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HighWolf
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 23:03

@ Highwolf
es gibt schon ne Menge mehr NAs als so gemeinhin im Rampenlicht stehen.... und da sind schon reichlich nette Leute bei...die den Käse auch nicht hören wollen...
... ich meine, als Hobbyist muß mich keiner lieben... aber auf Argumente erwarte ich ne anständige Antwort und kein angepflaume oder: Du als Händler bist eh nur dazu da um meine Veranstaltung zu bezahlen.... und wenn Du mirs nicht bezahlst und nicht kommst, wird Stimmung gegen Dich gemacht. Schongar wenn Du was gegen putzige Machenschaften sagst....

ist mir aber egal... ich krieche niemanden in den Hintern!
Ich habe meine Brötchen immer ehrlich verdient und dabei will ich auch bleiben...... und verbiegen muß ich mich auch nicht! Und Fähnchen in den Wind hängen....
... Da können sie Hetzkampangnen starten, wie sie wollen. Keiner ist auf die dauer so blöd, argumentlosen, inhaltsleeren Zutextungen Glauben zu schenken!

Wär schön wenn ein Paar Engländer zum Winterpowwow kämen! Diesmal ist es ja bei Leipzig und damit supergut per Billigflieger über Altenburg oder Leipzig Flughafen zu ereichen!
Ne bessere Anbindung als bei unserem PW...

Grüßele von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Mo, 20. Aug 2007, 23:10

@ Steffi...
würde mich freuen.... hab ich hoffentlich auch a weng mehr Zeit als bei unserem PW :-D

Grüßele von Elke
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Elke
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Ungelesener Beitrag Verfasst am Di, 21. Aug 2007, 01:24

Hallo Stefanie,
ich verstehs nicht. Larry war selbst auf dem Westerwald PW, und umgekehrt gab es Einladungen.

Die Leute, welche anscheinend an einem englischen PW teilnahmen und dort Geld sammelten, wollten damit AIM sponsern, um gegen PWs Stimmung zu machen?

Bizarr irgendwie.
Liebe Grüße!
Jeli
Jeli
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