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skunkbeat
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Donnerstag, 16. September 2004, 23:21
hallo, ich würde gerne eure meinung wissen, zu dem thema haben wir respekt vor fremden kulturen und dürfen wir pow wows abhalten, tanzen und singen? was ist mit unserer eigenen kultur?
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Christoph
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Freitag, 17. September 2004, 14:57
Dürfen Deutsche Tango tanzen? Dürfen Deutsche Walzer tanzen? Dürfen Deutsche Rock ’n Roll tanzen? Dürfen Deutsche Jazz hören? Dürfen Deutsche Rap hören? Dürfen Deutsche Samba tanzen? Dürfen Deutsche Reggae hören und machen? Dürfen Deutsche Yoga machen? Dürfen sich Deutsche für asiatische Kulturen interessieren? Dürfen Deutsche Kung Fu und Judo trainieren? Dürfen Deutsche Tee trinken? Dürfen Deutsche Kaffee trinken? Dürfen Deutsche Pizza essen? Dürfen Deutsche zu McDonald’s gehen? Dürfen Deutsche Kartoffeln essen? Dürfen Deutsche Tomaten essen? Dürfen Deutsche Corn Flakes essen? Haben wir denn gar keinen Respekt vor fremden Kulturen? Warum kommt zu Weihnachten der CocaCola-Weihnachtsmann? Darf der das? Und was hat der böse ausländische Weihnachtsmann mit dem armen kleinen deutschen Christkind gemacht? Skandal! Haben wir denn gar keinen Respekt vor unser eigenen Kultur? Nicht mal zu Weihnachten? Im Ernst, es ist nun mal so, daß sich Kulturen ausbreiten. Powwow hat sich im 19. Jh. über die Plains ausgebreitet, im 20. Jh. über ganz Nordamerika, und jetzt auch bis Europa. Es ist einfach gute Musik, schöne Tänze und gute Traditionen. Das bedeutet doch nicht, daß ich ein „weißer Indianer“ werden will. Und solange es Indianer gibt, angesehene Powwowleute, die gut finden, was wir hier machen, die sich auf deutschen Powwows wohl fühlen und Deutsche unterweisen und ermutigen, solange mache ich mir keine Gedanken darüber, ob irgendjemand sagt: „Das darfst du nicht!“ Für mich ist nicht wichtig, ob jemand etwas macht, sondern wie gut und ernsthaft er es macht. Nur meine Meinung.

[Geändert von Christoph am Freitag, September 17, 2004 @ 14:58]
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skunkbeat
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Freitag, 17. September 2004, 18:55
es geht mir nicht um "dürfen"!!! das muss am ende jeder mit sich ausmachen. ich will auch nur zum nachdenken anregen. kenne auch andere meinungen von indianern darüber: "das ist wirklich das letzte was man uns noch nehmen kann!!!" oder nennen solche leute "wanebes" und schliesslich gibt es viele zusammenhänge zwischen musik, tanz und den outfits die sich uns nie erschliessen werden, auch weil wir da nicht rein gewachsen sind und hier "in unserem eigenen saft" schmoren. zum thema ernsthaft muss ich sagen, das manche sich genau die frage stellen sollten und nicht von ihrem " lauten ego" beantworten sollten! wer tanzt für seine familie, vorfahren etc.
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Tibiki Kinew
Golden Lake Ontario Canada
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Donnerstag, 23. September 2004, 01:00
Ich bin eine der wiessen indianner, habe mein leben mit sie gelebt und das was du sagts stef ist wahr, es hat mir eine lange zeit gedauert mein respekt zu verdienen. Weil ich aber schon so viele jahre lang die rote strasse laufe und nicht nur rede, habe ich viele menschen gezeigt das es auch für mich gut ist. Andere seite der münze gibt es rote äpfel! Das Sind Indianner die zwar eine rote haut haben aber weis drunter sind. Das sind die menschen die soweit weis sind das sie ihre eigene traditionen nicht mehr kennen und auch rot ins gesicht werden wenn man diese menschen sagt das sie mehr weis sind als rot!!! Mir wurde von diese typen gesagt das ich keine kultur besitze,, die lache ich ins gesicht und frage ob sie etwa besser sind wenn sie nie auf ein powwow gehen oder nie in ein heilungs kreis gehen! Sie sind so weis das sie es nicht mehr merken. Wo ich bin sind die leute stolz auf meine taten und deswegen ist mein haus immer da für alle die ankommen.
------- Höre nicht nur meine Worte sondern auch das Schlagen meines Herzens! – Don't just listen to my words, feel the beating of my heart.
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Christoph
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Donnerstag, 23. September 2004, 11:06
Original von Stef Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Vor kurzem wurde dieses Thema im powwows.com Forum diskutiert und viele die ihre Meinung gepostet haben, scheinen Weisse die an Powwows teilnehmen eher als bedauernswerte Kreaturen zu sehen, die keine eigene Kultur haben und deshalb die anderer kopieren müssen. Diese Leute haben aber die weiße amerikanische Kultur so vollständig übernommen, daß sie es selber gar nicht mehr merken. Sie identifizieren sich mit einem Staat, der ihre eigenen Vorfahren fast ausgerottet hätte, und der sie systematisch in Armut und Dummheit hält. Aber das ist ein anderes Thema, ich schweife ab. Original von Stef Aber ich denke doch dass es etwas anderes ist als z.B Tango tanzen.
Ich habe keine Ahnung von Tango, aber ich weiß, daß sehr viel mehr dahinter steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Genauso wie bei Powwows, genauso wie bei asiatischen Kampfsportarten. Ich wollte auch nur zeigen, daß Deutsche, genauso wie alle anderen Völker, sich sehr viel von fremden Kulturen kopiert haben, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Und ich meine damit: nicht eine Sekunde. Ich persönlich finde das gut und normal. Die Welt wäre ein sehr trostloser Ort, wenn jeder nur das machen würde, was er schon immer gemacht hat. Original von Stef Es wurde eben schon zu oft und zu lage versucht, den natives ihre Identität zu nehmen, das sollte man nie vergessen.
Richtig, das sollte man nie vergessen! „Jemandem etwas nehmen“ bedeutet, daß er es danach nicht mehr hat. Bei Identität erreicht man das, indem man: - die Nahrungsgrundlage entzieht - Sprache verbietet - Kinder entführt - Frauen sterilisiert - Traditionen verbietet - Feste, Musik, Tänze verbietet - ganze Völker in völlig fremde Gebiete umsiedelt - eine fremde Kultur aufzwingt Wer von uns macht das, und wer findet das gut? Wir kopieren. Das ist etwas völlig anderes. „Kopieren“ bedeutet, daß danach zwei Dinge vorhanden sind. Das Original bleibt erhalten und die Kopie wird immer schlechter als des Original sein. Original von Stef Man kann am Besten zeigen dass man kein Ignorant ist, indem man es lebt und nicht indem man viele Worte macht. Das ist nur meine Meinung dazu.
Aber darüber diskutieren darf man, oder fällt das auch schon unter „viele Worte machen“
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Stef
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Donnerstag, 23. September 2004, 17:00
Sicher das meinte ich ja mit berechtigte Frage. Da sollte man auf jeden Fall drüber reden.
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skunkbeat
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Montag, 27. September 2004, 09:43
oh hier machens sich ein paar aber einfach!!! ich kann mich stef nur anschliessen! das tema ist doch komplexer als es nur mit "tango" zuvergleichen oder ist tango eine religion!? ein europäer ob in europa oder amerika wird niemals ein indianer werden, egal wieviel er oder sie, sich damit beschäftigt. ich kann keinem vorwerfen das er nicht seiner eigenen kultur oder religion nach geht! was die lebensweise angeht schaut euch bitte die entwicklung seit der einrichtung der reservate an, war doch eher eine "weisse idee"!!! wir haben auch nicht das recht darüber zubefinden, was für andere gut ist. stef hat sicher auch recht über ihre gedanken über hobbyisten, aber die grenze ist da fliessend ohne hier jetzt namen zunennen, leute die das nicht trennen. so das ist der punkt wo ich meine frage konkreter stellen will: sollten wir nicht aus respekt und achtung anderer kulturen manche sachen auslassen oder nicht in erwägung ziehen??? bsp.: müssen wir rituale aus büchern rausarbeiten, in exel-tabellen nach zeitablauf gliedern, und auf camps abhalten? ohne zu wissen was wir uns durch gefährliches halbwissen da zuziehen können!!! dies unterstützen auch leute die auf powwows zusehen sind und alle das wort respekt benutzen! und sich mir der eindruck aufdrängt das es vielen um materielle sachen geht (outfits) oder um des gewinnens willen!? ich hoffe keiner fühlt sich jetzt beleidigt, ich denke jeder weiss das es der sinn eines forums ist gedanken aus zutauschen! deshalb dank an christoph für die betreuung des forums!!!
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Wicaku
13187 Berlin
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Montag, 27. September 2004, 14:02
Ein sehr interessantes Thema. Nur warum wird alles gleich wieder auf die politischen Ebene gehoben ? Ist nicht das Herz entscheiden, wie ernst ist es mir mit dem Tanzen ? Ich tanze nicht auf POWWOWs, da ich glaube nicht genug zu wissen und da meine Zeit noch nicht gekommen ist. Wenn aber die Leute, die ein POWWOW organisieren auf wichtige Details achten,Tänzer ein Outfit tragen, dass keine "Fehler" hat (bzw. nicht abgekupfert ist) und Trommelgruppen wichtige Regeln einhalten, ist das Achtung und Respekt.Sie haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und das in der Regel nicht nur 2Stunden, sondern Tage, Monate und Jahre. Ist das nicht eine Menge an Respekt und Ehrerbietung? Keiner (auf einem POWWOW) will den Nativs ihre Kultur nehmen, sondern eher den Menschen hier in Europa zeigen, was Indianer noch alles tun ("außer sufen, prügeln und faulsein"). Jeder Teilnehmer muß sich die Frage selber stellen: Warum tanze ich? Wie wichtig ist mir der indianische Gedanke? Wie zeige ich meinen Respekt den Menschen gegenüber, deren Tänze und Musik ich übernehme? Toksa
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skunkbeat
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Mittwoch, 29. September 2004, 15:28
ich kann keine "politische ebene" erkennen! es sind verschiedene standpunkte, hat natürlich auch mit einsicht zutun. aber ich kann als europäer doch nicht den menschen in europa eine kultur näher bringen von der ich nur ein kleinen teil weiss und deshalb meine frage: ob wir aus respekt bestimmte sachen und rituale auslassen sollten!? das,das herz entscheiden sollte ist okay, wenn man schafft ganz tief in sich hinein zuhören. ich denke das da viele herz und ihr ego verwechseln. vielleicht sollte jeder genau die frage beantworten: warum mache ich das???
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Jeli
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Donnerstag, 30. September 2004, 02:38
Hi Skunkbeat, so wie es aussieht, schaffst Du es, einen nach dem anderen zu mobilisieren. Ich möchte mal so beginnen: solange wir uns „noch“ nicht auf der Ebene eines Buddha oder Bodhisattwas befinden, haben wir Ego. Das Ego können wir uns nicht wegoperieren lassen oder beiseite stellen. Damit gilt es umzugehen... Diese Thematik ist doch altbekannt, muß nicht weiter erläutern werden, oder? Als nächstes hätte ich eine Frage an Dich: Könnte es sein, daß Du Europäer und evtl. Dich selbst unterschätzst? „Zuviel“ ist bekanntlich genauso verkehrt wie „zu wenig“, nicht wahr? ... auch klar, schadet dennoch nicht, es gelegentlich zu wiederholen. Nun zu einer anderen Frage von Dir: vielleicht tanzen wir nicht nur für unsere Vorfahren, sondern auch mit ihnen ... und wenn nicht, seh ich noch immer nichts verkehrtes ... doch wenn sich jemand auf dieses Thema einlassen möchte, dann doch sicher nicht im Internet - oder gibt es jemanden?? Was beabsichtigst Du??? Wenn ich Deine Frage bezüglich Ritualen o.ä. nicht knapp mit „ja“ oder „nein“ beantworten möchte, kann ich dazu schweigen - oder mich evtl. auf eine Diskussion mit Dir einlassen. Doch wer wird sich im Internet dafür rechtfertigen wollen? Das ist für Dich doch auch einsichtig, daß das nicht der richtige Ort ist - über Rituale oder dergleichen zu beraten!!! Sind Deine Fragen also rhetorisch? Was willst Du den Leuten hier klarmachen? Wovon willst Du Dich überzeugen? Lieben Gruß!
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stephan
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Donnerstag, 30. September 2004, 19:20
Original von Stef Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Vor kurzem wurde dieses Thema im powwows.com Forum diskutiert und viele die ihre Meinung gepostet haben, scheinen Weisse die an Powwows teilnehmen eher als bedauernswerte Kreaturen zu sehen, die keine eigene Kultur haben und deshalb die anderer kopieren müssen. diese diskussion gibt es seit dem bestehen dieses forums immer wieder und ich muss sagen, dass mich viele beiträge enorm eingeschüchtert haben. als "junger spund" ( bin ich ja jetzt mit 19 auch noch )mit 16 17 habe ich mich mit dieser frage schon auseinandergesetzt und da ich keine kontaktpersonen hatte, außer über das netz, nimmt man das alles für bare münze. ich hatte ein schlechtes gewissen war extrem verunsichert usw. teilweise bezeichneten leute sich selbst als rassisten und waren stolz darauf. unglaublich was da leute von sich geben. ein graus teilweise. in meinem kopf schwirrt diesbezüglich so viel herum. und es beschäftigt mich auch heute noch viele stunden des denkens. so dass ich früh morgens nicht ausgeschlafen bin. es is wirklich so, dass man da am abend im bett liegt und vor lauter denken nicht einschlafen kann.
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stephan
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Donnerstag, 30. September 2004, 19:32
Original von Wicaku Ein sehr interessantes Thema. Nur warum wird alles gleich wieder auf die politischen Ebene gehoben ?Ich tanze nicht auf POWWOWs, da ich glaube nicht genug zu wissen und da meine Zeit noch nicht gekommen ist. würde das eher als gesellschaftliche ebene bezeichnen. im sinne von einer privaten lebenswelt. einem ort des familiären miteinanders, der fürsorge und der freundschaft, der selbsterhaltung und der verwandschaftlichen "pflichten". kommt irgendwie org rüber. beschreibts nicht ganz und is auch nur eine von vielen fasetten. ich hoffe man versteht den bezug (GENUG ABGESCHWEIFT) bei mir ist es genau das selbe. ich habe außerdem noch nicht die mobilität powwows zu besuchen und, außer einmal, habe ich noch mit keinem praktizierenden tänzer persönlich gesprochen. die pure isolation hier und dabei bin ich feuer und flamme.  die besten grüße an alle hier!!! [Geändert von stephan am Freitag, Oktober 1, 2004 @ 12:27]
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Jackie
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Samstag, 2. Oktober 2004, 01:17
ging es nicht ursprünglich um "Powwows abhalten, tanzen und singen?" Es ist doch ein riesen Unterschied, ob ich Rituale durchführe, die ich irgendwo gelesen habe, oder ob ich an einer öffentlichen Tanzveranstaltung teilnehme, was ein Powwow ja wohl heutzutage ist. Selbstverständlich gibt es dort jede Menge Traditionen, die gibt es auch auf einem Schützenfest mit anschliessendem Ball. Meiner Meinung nach ist es wichtig, die Traditionen zu beherzigen, die die beim Powwow gelebt werden. Und ich habe auch schon selbst die Erfahrung gemacht, das voreingenommene Indianer auf einem deutschen Powwow waren und letztendlich festgestellt haben, "ich fühle mich wie zu Hause" (Zitat von Penny Danny, Chippewa). Also gehe ich weiter auf Powwows, organisiere welche und tanze und singe. Bis jetzt habe ich noch nie schlechte Ehrfahrungen gemacht, wenn ich mich mit Indianern über dieses Thema unterhalten habe. Nur leider finden auch immer wieder Powwows statt, wo der Respekt vor der Kultur fehlt. Wenn nun ein Indianer ausgerechnet so ein Powwow besucht, denkt er natürlich alle deutschen Powwows wären so, was man ihm dann ja auch nicht übel nehmen kann. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das z.B. im Forum von powwow.com viele negative Meinungen sind. Auch gibt es genügend Internetseiten von Hobbyisten, die bei den Indianern sowieso Unverständnis hervorrufen, da sie nie einen Lendenschurz anziehen würden. Also keine Scheu zeigen und fleißig von Vorbildern lernen.
[Geändert von Jackie am Samstag, Oktober 2, 2004 @ 01:19]
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ndianwoman
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Samstag, 22. Januar 2005, 15:30
...ich möchte mich einfach mal einmischen, da ich glaube, es gbt hier keinen konsens. Natürlich sind die Powwows in Deutschland nicht zu vergleichen mit den Tanz und Tauschfesten in der Usa oder Kanada. Was hier ausschlaggebend ist, ist das Herz. Und der Respekt. Distanz der natives ist allein schon aus der Geschichte verständlich und es braucht schon einiges, um das Vertrauen wieder herzustellen. Ich denke auch, eine Vermarktung der Spiritualität ist lachhaft. Und trägt nicht zum Vertrauen bei. Was zählt ist nicht das Gesamte, sondern die Kontakte von Mensch zu Mensch. Auch von native zu weissen....um zu lernen, wenn man denn diese unbeszimmte Sehnsucht nach der Spiritualität der Natives spürt. Vielleicht rede ich hier zu allgemein, es ist aber auch schwer, Gefühle in Worte zu fassen. Aho:-)
------- nichts zuviel
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Hartmut
Hohen Neuendorf
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Montag, 24. Januar 2005, 21:22
Die folgenden Fragen sind etwas provokativ: Was bleibt von einem Dakota - Powwow übrig, wenn alle kulturellen Elemente anderer Völker (ob Ojibwas oder Deutsche oder ...) entfernt werden? Dürfen "Indianer" Hosen tragen? Dürfen sie sich eine CD als Schmuck an ihr Bustle anbringen? Zur Spiritualität: Dürfen wir einem Gott huldigen, der nicht germanischer Religion entspricht? Könnte es sein, dass unsere alte germanische oder keltische Religion gar nicht soweit entfernt ist von den Naturreligionen der verschiedenen eingeborenen Völkerschaften Nordamerikas? Hat schon mal jemand die Kleidung von Ötzi mit der eines na. Ureinwohners vor 500 Jahren verglichen? Kann es sein, dass wir alle mal die gleichen kulturellen Ursprünge hatten? Kann es sein, dass sich Kultur entwickelt? Wer bestimmt die kulturellen Elemente eines Volkes? Ist es OK, dass man sich als Trommler bei einer "indianischen" Trommelgruppe einkaufen kann? Ist es OK, dass man sich bei einem von Indianern ausgerichteten Powwow eine Startnummer holen und dort mittanzen kann?
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