Das Forum ist umgezogen.
Alle Mitglieder können sich auch im neuen Forum einloggen. Themen, die bereits ins neue Forum übertragen wurden, sind gelöscht.
Sollte irgendetwas nicht funktionieren, bitte bitte bitte eine E-Mail an Christoph schicken!
Zum neuen Forum
|
|
| Autor |
Beitrag |
|
Shadowdancer
|
Samstag, 25. März 2006, 22:48
Es hört sich vielleicht etwas komisch an,es interessiert mich allerdings. Mir wurde für einen Powwow beigebracht. "Regalia ist für ndns" und " wer kein ndn ist muss Erlaubnis haben von einem ndn um in Regalia zutanzen" Ich meine hier in Deutschland kann mann ja nicht jedesmal fragen und Deutschland ist nicht Amerika. Aber wie seht ihr diese Regelung?
|
Hartmut
Hohen Neuendorf
Profil
E-Mail
|
Montag, 27. März 2006, 13:27
Hallo Shadowdancer, wenn jemand Dir verbieten kann in einer Powwowregalia zu tanzen, so sind dass das Powwowkomitee, die allgemeine Regeln aufstellen und der AD, der bestimmte Tänzer aus welchen Gründen auch immer vom Tanz beim Contest ausschließen kann. Auch wenn es Kritiker gibt, kann es Dir kein Eingeborener Amerikas verbieten auf einem deutschen Powwow welches von Deutschen organisiert wird zu tanzen. Es gibt auch keinen, der Dir eine allgemeine Erlaubnis geben darf - so nach dem Motto: Du hast jetzt erfolgreich an einem Tanzkurs von einem "echten Indianer" teilgenommen und erhälst die Berechtigung auf allen Powwows zu tanzen und alle Bedürftigen in der Kunst des Tanzens zu unterweisen. Auf anderen gebieten soll es ja sowas geben Solltest Du in den Staaten an einem Powwow als aktiver Tänzer teilnehmen wollen, solltest Du Dich schon vorher informieren, was da erlaubt ist. MfG Hartmut
|
|
Christoph
|
Montag, 27. März 2006, 18:00
Ich denke auch, daß es ein generelles Verbot nicht geben kann, weil es auch eine generelle Erlaubnis nicht geben kann. Verbote und Erlaubnisse können nur einzelne Orte oder Objekte betreffen. Jeder muß diese Entscheidung für sich selbst treffen, ob und wieviel er von der indianischen Kultur übernimmt. Man kann evtl. indianische Freunde oder Bekannte (so man welche hat) nach ihrer Meinung fragen, aber die Entscheidung, wie weit man gehen will, muß man ständig selbst treffen. Vielleicht hilft bei der Entscheidung die Erinnerung daran, daß mit Rechten auch immer Pflichten verbunden sind. Wer nimmt, sollte auch geben. Ich denke, wenn jemand die Sachen, die er trägt, ordentlich und respektvoll behandelt, und sich würdevoll und karitativ verhält, kann niemand etwas dagegen haben. Wobei es überall auf der Welt tolerante und engstirnige, kluge und dumme Leute gibt.
|
Elke
99880 Waltershausen
Profil
E-Mail
Homepage
|
Sonntag, 21. Mai. 2006, 12:31
Meine Erfahrung ist, das es darauf ankommt, aus welcher Region ein Native ist..... Ojibwas zb sehen diese Sache sehr eng.... da ist es sogar verpönt, wenn jemand , als weißer Ehemann einer Native mit nem Ribbonshirt ankommt... Wohingegen es manchmal zb in den Northern Plains und Plateau-Region von weißen Freunden regelrecht erwartet wird, das sie in Regalia mittanzen... HErzlichen Gruß sendet ELke
------- www.redstar-tradingpost.eu
|
*german dancer
99880 Waltershausen
Profil
E-Mail
|
Dienstag, 23. Mai. 2006, 12:12
Also ich tanze seit Jahren in USA und Canada mit. Grundsätzlich ist das kein Problem. Wenn man in Begleitung indianischer Freunde ist wird normalerweise niemand was sagen. Kritik kann kommen in Sachen "Adlerfedern tragen" und "Contest tanzen". Das behagt vielen nicht. Ich habe mal erlebt, dass einem weissen Tänzer (mens trad) in South Dakota die Tribal Police auf den Hals gehetzt wurde, und er nicht mehr tanzen durfte. Einem anderen weissen Tänzer wurden von der kanadischen Polizei in Manitoba die Federn konfisziert, nachdem er von Dakota Sioux Tänzern angemacht wurde. Das kann einem also auch passieren. Bei ganz grossen Pow Wows ist mir schon gesagt worden, man muss "tribal enrollment nr " angeben, um mittanzen zu können (auch ohne contest). Da protestierten einmal selbst meine Navajo Freunde......und wir reisten ab! Ojibwa: welche denn? Also ich hab bei den Ojibwa in ND und in Canada (Saskatchewan und Manitoba) nur gutes erlebt und bin immer willkommen geheissen worden, auch ohne in Begleitung indianischer Freunde zu sein. Bitte keine Verallgemeinerungen,denn so funktioniert das nicht vor Ort. Ich denke am wichtigsten ist, dass man sich gut benimmt, Respekt zeigt, sich stets mit der jeweiligen nation vor Ort und ihren Traditionen auseinandersetzt und wenn es sein muss, sehr höflich nachfragt. Wenn dann ein "NEIN" kommt, das dann auch akzeptieren. Aber meist ist es kein Problem. Das sind zumindest meine Erfahrungen. byebye the german dancer
|
Elke
99880 Waltershausen
Profil
E-Mail
Homepage
|
Dienstag, 23. Mai. 2006, 13:32
Ja, german dancer, da gebe ich Dir Recht. Wichtig ist in aller erster Linie gutes Benehmen und zurückhaltend sein....und zwar das vor allem. Es ist eben kein ganz einfaches Thema. Wenn man die Geschichte der USA betrachtet, so ist dies ja wohl auch verständlich! Und man kann ja auch nicht automatisch verlangen, das einen jeder mag! Mit Adlerfedern zu tanzen...nugut , muß jeder machen, wie er denkt... ist meiner Ansicht aber hier und da auch eben kein ganz einfaches Thema. Und ich meine, es ist in USA ausschließlich Natives überhaupt erlaubt, Adlerfedern zu besitzen.... also wär ich damit eh vorsichtig, mich da mit sowas sehen zu lassen. Rein aus rechtlicher Sicht kann es zu Komplikationen führen... Herzlichen Gruß sendet Elke
------- www.redstar-tradingpost.eu
|
|
Jeli
|
Dienstag, 23. Mai. 2006, 17:14
Hallo zusammen, beim jährlichen Powow der Algonkin (Pikwakanagan Rez), sind lt.Tibiki tanzende Weiße willkommen, u. es finden sich wohl regelmäßig welche ein. Für das Tragen von Federn streng artengeschützter Tiere, wozu fast alle Adlerarten zählen, sind entspr. Papiere mitzuführen, die von den Behörden vor Ort akzeptiert werden. Ich weiß nicht, ob in den USA + Kanada die "EU-Bescheinigung" (welche man hier, sofern man sich mit Adlerfedern in der Öffentlichkeit bewegt, dabei haben sollte) vorbehaltlos anerkannt wird. Werden nationale Grenzen überschritten, sind zusätzlich Ein- + Ausfuhrbescheinigungen erforderlich. lg
------- Liebe Grüße![BR]Jeli[P]
|
Elke
99880 Waltershausen
Profil
E-Mail
Homepage
|
Dienstag, 23. Mai. 2006, 20:29
Hallo Jeli... EU-Bescheinigung sagt es eigentlich bereits... sie gilt nur innerhalb der EU. Wie gesagt, In USA und Kanada werden solche Bescheinigungen meineswissens nur an enrolled -Leute vergeben. Herzlichen Gruß sendet ELke
------- www.redstar-tradingpost.eu
|
|
Jeli
|
Dienstag, 23. Mai. 2006, 21:52
Wie gut, daß Du Dich so gut auskennst, Elke.
------- Liebe Grüße![BR]Jeli[P]
|
Elke
99880 Waltershausen
Profil
E-Mail
Homepage
|
Mittwoch, 24. Mai. 2006, 16:07
naja...ds sind zumindest so die Erfahrungen, die ich so über die Jahre gesammelt hab, oder die man mir mitgeteilt hatte... auch von Tänzern, die die Grenzen manchmal überqueren...mit vollem gerödel... Und Zolltechnisch bin ich ein bißchen...nunja...geschädigt. Kann aber wer anders auch andere Erfahrungen gemacht haben.. Herzlichen Gruß sendet Elke
------- www.redstar-tradingpost.eu
|
|
|
|
|
Abonnieren Abonnement löschen
|
|
E-Mail an Forummaster
Powered by CuteCast Version 1.2
Copyright © 2001-2002 ArtsCore Studios
|
|